Assoziierte Kollegiatinnen und Kollegiaten

Das NRW-Forschungskolleg Online-Partizipation bietet die Möglichkeit zu einer assoziierten Mitgliedschaft für weitere Doktorandinnen und Doktoranden. Diese ermöglicht zum Beispiel die Teilnahme an den Workshops und Kolloquien des Forschungskollegs. Bei Interesse nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Die folgenden Personen sind oder waren mit dem Kolleg assoziiert (ein Klick auf den Namen zeigt Details zur jeweiligen Person):

Markus Brenneis
Informatik
HHU

 

Entwicklung einer Entscheidungshilfe für Wahlen basierend auf Argumentationsverhalten mithilfe künstlicher Intelligenz

Markus Brenneis hat von 2013 bis 2018 Informatik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf studiert. In seiner Masterarbeit „Analyse von Online-Partizipationsverfahren: Automatisierte Verschlagwortung von Textbeiträgen“ beschäftigte er sich mit der Entwicklung von Machine-Learning-Verfahren, mit denen Beiträge in Online-Partizipationsplattformen automatisiert kategorisiert werden können. Markus Brenneis promoviert zurzeit am Lehrstuhl für Rechnernetze und Kommunikationssysteme am Institut für Informatik, betreut von Prof. Martin Mauve. Er möchte eine Voting Advice Application entwickeln, die basierend auf dem Argumentationsverhalten von Parteien und Wählern bei politischen Wahlentscheidungen unterstützt. Dabei werden Machine-Learning-Methoden benutzt und auf nachvollziehbare Ergebnisse Wert gelegt.


Veröffentlichungen & Vorträge (Auswahl):

Dennis Frieß
Kommunikationswiss.
HHU

 

E-Partizipation im erwartungsvollen Spannungsfeld

Das Dissertationsprojekt untersucht die demokratierelevanten Erwartungen von Bürgern, Politikern und Verwaltungsmitarbeitern im Bezug auf onlinegestützte Beteiligungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene. Den Ausgangspunkt der Studie bildet die Annahme, dass Bürgerschaft, Politik und Verwaltung über Online-Partizipation in eine neue soziale Beziehung eintreten. In dieser mediatisierten Beziehung sind Erwartungen von und aneinander vorerst nicht klar definiert, was zu Unsicherheit oder gar Enttäuschung führen kann. Ausgehen von einem sozialkonstruktivistischen Medienverständnis und unter Rückgriff auf ausgewählte Demokratietheorien sollen demokratierelevanten Erwartungen der unterschiedlichen Akteure systematisch empirisch ermittelt und systematisch verglichen werden. Methodisch stützt sich die Untersuchung dabei zum einem auf offene Fokusgruppeninterviews sowie eine anschließende Onlinebefragung der jeweiligen Akteursgruppen.

Poster des Dissertationsprojektes (Workshop vom 17. Juni 2016)


Dennis Frieß studierte von 2006 bis 2010 Staatswissenschaften (Sozial- und Rechtswissenschaften) und Kommunikationswissenschaft an der Universität Erfurt mit Abschluss Bachelor of Arts. Von 2010 bis 2011 absolvierte er ein Forschungspraktikum in Dubai im Bereich Social Media Monitoring und Analyse, ehe er 2011 das Masterstudium der Politischen Kommunikation an der Universität Düsseldorf aufnahm und mit einer Masterarbeit zur empirischen Analyse von Online-Deliberation abschloss. Seit 2013 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sozialwissenschaftlichen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der politischen (Online-)Kommunikation und E-Partizipation. Als assoziiertes Mitglied Forschungskolleg gilt sein Interesse vor allem onlinegestützten Deliberationsprozessen und den demokratierelevanten Erwartungen, die mit E-Partizipation verknüpft sind. Dennis Frieß promoviert am Lehrstuhl für Kommunikations- und Medienwissenschaft III und wird von
Prof. Dr. Christiane Eilders betreut.


Veröffentlichungen & Vorträge (Auswahl):

Christiane Eilders, Olaf Jandura, Halina Bause, Dennis Frieß (2018) Vernetzung. Stabilität und Wandel gesellschaftlicher Kommunikation, Köln: von Halem

Dennis Frieß, Katharina Esau, Christiane Eilders (2018) Deliberation follows Design. Eine Analyse der Einflüsse des Plattformdesigns auf die Qualität von Nutzerkommentaren zu Nachrichtenartikeln, Vernetzung. Stabilität und Wandel gesellschaftlicher Kommunikation, Christiane Eilders, Olaf Jandura, Halina Bause, Dennis Frieß (Hrsg.), S. 87-106, Köln: von Halem

Dennis Frieß, Katharina Esau, Christiane Eilders (2017) Recent Perspectives on Online Deliberation, 67th Annual ICA Conference

Dennis Frieß, Katharina Esau, Christiane Eilders (2017) Deliberation follows Design. Eine Analyse der Einflüsse von Plattformdesign auf die Qualität von Nutzerkommentaren, 62. Jahrestagung der DGPuK

Katharina Esau, Dennis Frieß, Christiane Eilders (2017) Design Matters! An Empirical Analysis of Online Deliberation on Different News Platforms, Policy & Internet 9(3), S. 321-342, url, doi:10.1002/poi3.154

Katharina Esau, Dennis Frieß, Christiane Eilders (2017) Emotionen, Narrationen und Humor im deliberativen Diskurs – Inhaltsanalyse von Nutzerkommentaren auf unterschiedlichen Online-Plattformen, Gemeinsame Jahrestagung des Arbeitskreises "Politik und Kommunikation" der DVPW, der Fachgruppe "Kommunikation und Politik" der DGPuK und der Fachgruppe "Politische Kommunikation" SGKM

Dennis Frieß, Katharina Esau, Christiane Eilders (2017) How Emotions, Humor and Narratives Interact with Traditional Characteristics of Deliberation Online, 67th Annual ICA Conference

Katharina Esau, Dennis Frieß, Christiane Eilders (2017) Design Matters! An Empirical Analysis of Online Deliberation on Different News Platforms, 67th Annual ICA Conference

Tobias Escher, Dennis Frieß, Katharina Esau, Jost Sieweke, Ulf Tranow, Simon Dischner, Philipp Hagemeister, Martin Mauve (2017) Online Deliberation in Academia: Evaluating the Quality and Legitimacy of Cooperatively Developed University Regulations, Policy & Internet 9(1), S. 133-164, url, doi:10.1002/poi3.119

Katharina Esau, Dennis Frieß, Christiane Eilders (2016) Design Matters! An empirical analysis of online deliberation on different news platforms, The Internet, Policy & Politics Conference

Dennis Frieß, Pablo Porten-Cheé (2016) Towards a Democratic Citizens´ Perspective. What participants take away from eParticipation, ECREA, Section for Communication & Democracy

Dennis Frieß (2016) Online-Kommunikation im Lichte deliberativer Theorie. Ein forschungsleitendes Modell zur Analyse von Online-Diskussionen., Politische Online-Kommunikation. Voraussetzungen und Folgen des strukturellen Wandels der politischen Kommunikation, Philipp Henn, Dennis Frieß (Hrsg.), S. 143-169, Berlin: Digital Communication Research 3, url, doi:10.17174/dcr.v3.7

P. Henn, D. Frieß (2016) Politische Online-Kommunikation. Voraussetzungen und Folgen des strukturellen Wandels der politischen Kommunikation, Philipp Henn, Dennis Frieß (Hrsg.), Berlin: Digital Communication Research, url

Dennis Frieß, Christiane Eilders (2016) Deliberation: zwischen normativer Theorie und empirischen Zugängen. Ein forschungsleitendes Modell, Verantwortung – Gerechtigkeit – Öffentlichkeit. Normative Perspektiven auf Kommunikation, Petra Werner, Lars Rinsdorf, Thomas Pleil, Klaus-Dieter Altmeppen (Hrsg.), Konstanz: UVK

Dennis Frieß (2015) Online Deliberation Complete. Towards a new framework to analyze and explain deliberation online, 65th Annual ICA Conference

Dennis Frieß, Johanna Schade (2015) Denn wer hat, dem wird gegeben. Eine Analyse zur demokratischen Funktionalität von onlinegestützten Bürgerhaushalten, Die Politik auf dem Siegertreppchen. Beiträge des 10. Düsseldorfer Forum Politische Kommunikation, Beate Pohlers, Franca Schreiber, Ibrahim Ghubbar (Hrsg.), S. 55-74, Düsseldorf: Frank & Timme

Dennis Frieß, Christiane Eilders (2015) A Systematic Review of Online Deliberation Research, Policy & Internet 7(3), S. 319-339, url, doi:10.1002/poi3.95

Eva G Heidbreder, Jannis Feller, Dennis Frieß (2013) Demokratisierung durch Partizipation? Empirische Ergebnisse und neue Fragestellungen zivilgesellschaftlicher Beteiligung jenseits des Staates, Zeitschrift für Politikwissenschaft 23(4), S. 605-626, url, doi:10.5771/1430-6387-2013-4-605

Dennis Frieß (2013) E-Partizipation. Chancen und Risiken, Kommune21 - Bürgerbeteiligung 11(2013)

Lena Bayer-Eynck, Dennis Frieß, Johanna Schade, Caroline Strobel (2012) Funktion erfüllt? Onlinegestützte Bürgerhaushalte aus Sicht der Bürger., S. 138, pdf

Christian Meter
Informatik
HHU

 

Techniken der dialogbasierten Argumentation in beliebigen Kontexten des Internets

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie können Techniken der dialogbasierten Argumentation in beliebigen Kontexten des Internets zur Meinungsbildung verwendet werden? In vorherigen Arbeiten ist unter Anderem der Prototyp D-BAS entstanden, welcher exemplarisch dialogbasierte Argumentation als Standalone-Lösung implementiert. Nun gilt es zu analysieren, wo diese Techniken angewendet werden können, um strukturierte Diskussionen nicht nur innerhalb von D-BAS anzubieten, sondern diese Idee in Form von neuen Anwendungen ins Internet zu bringen. In dieser Arbeit werden daher Anwendungen entwickelt und evaluiert, um bspw. bestehende Bereiche von Webseiten, wie Kommentarsektionen, durch dialogbasierte Online-Argumentation zu ersetzen, um so komplexere Diskussionen zu ermöglichen.

Poster des Dissertationsprojektes


Christian Meter studierte von 2010 bis 2015 Informatik mit Abschluss Master of Science an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In seiner Masterarbeit analysierte er elektronische Wahlsysteme, welche für politische Wahlen eingesetzt werden. Dabei wurden Probleme von elektronischen Wahlsystemen herausgearbeitet und außerdem ein Ansatz für ein Peer-to-Peer Wahlsystem auf Basis der Blockchain entworfen. Im Rahmen des Forschungskollegs Online Partizipation möchte er herausarbeiten, wie strukturierte Diskussionen mit Hilfe von dialogbasierten Argumentationssystemen im Internet verwendet werden können. Christian Meter promoviert am Lehrstuhl für Rechnernetze und Kommunikationssysteme in der Arbeitsgruppe Technik sozialer Netzwerke an der Heinrich-Heine-Universität und wird von von
Jun.-Prof. Dr.-Ing. Kalman Graffi betreut.


Veröffentlichungen & Vorträge (Auswahl):

Tobias Krauthoff, Christian Meter, Michael Baurmann, Gregor Betz, Martin Mauve (2018) D-BAS – A Dialog-Based Online Argumentation System, 7th International Conference on Computational Models of Argument (COMMA), Sanjay Modgil, Katarzyna Budzynska, John Lawrence (Hrsg.), S. 325-336, Warsaw: IOS Press, doi:10.3233/978-1-61499-906-5-325

Christian Meter, Tobias Krauthoff, Alexander Schneider (2018) Dialogbasierte Online-Diskussionen, Deutsche Verwaltungspraxis

Christian Meter, Björn Ebbinghaus, Martin Mauve (2018) Jebediah – Arguing With a Social Bot, 7th International Conference on Computational Models of Argument (COMMA), Sanjay Modgil, Katarzyna Budzynska, John Lawrence (Hrsg.), S. 467-468, Warsaw: IOS Press, doi:10.3233/978-1-61499-906-5-467

Alexander Schneider, Christian Meter, Martin Mauve (2018) EDEN: Extensible Discussion Entity Network, 7th International Conference on Computational Models of Argument (COMMA), Sanjay Modgil, Katarzyna Budzynska, John Lawrence (Hrsg.), S. 257-268, Warsaw: IOS Press, doi:10.3233/978-1-61499-906-5-257

Christian Meter, Alexander Schneider, Philipp Hagemeister, Martin Mauve (2017) Tor is not enough: Coercion in Remote Electronic Voting Systems, arXiv.org, Cornell University Library Cryptograp

Alexander Schneider, Christian Meter, Philipp Hagemeister (2017) Survey on Remote Electronic Voting, arXiv.org, Cornell University Library Computers

Alexander Schneider, Christian Meter (2017) Reusable Statements in Dialog-Based Argumentation Systems, CEUR Workshop Proceedings AI*IA Series, S. 0

Tobias Krauthoff, Christian Meter, Martin Mauve (2017) Dialog-Based Online Argumentation: Findings from a Field Experiment, Proceedings of the 1st Workshop on Advances in Argumentation in Artificial Intelligence, S. 85-99, CEUR-WS

Christian Meter, Tobias Krauthoff, Martin Mauve (2017) discuss: Embedding Dialog-Based Discussions into Websites, HCI International 2017, Social Computing for Social Change, pdf

Alexander Schneider
Informatik
HHU

 

Automatisierte, regelkonforme Verteilung von Online-Inhalten

Alexander Schneider hat von 2010 bis 2015 Informatik an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf studiert und mit einem Master mit Auszeichnung abgeschlossen. In seiner Abschlussarbeit beschäftigte er sich mit Online-Wahlsystemen und deren Sicherheit aus Perspektive der Informatik. Alexander Schneider promoviert zur Zeit am Lehrstuhl für Rechnernetze am Institut für Informatik, betreut von
Prof. Martin Mauve. Während seiner Promotion beschäftigt er sich mit der automatisierten, regelkonformen Verteilung von Online-Inhalten. Weitere Interessengebiete sind Netzwerksicherheit und Webentwicklung.


Veröffentlichungen & Vorträge (Auswahl):

Christian Meter, Tobias Krauthoff, Alexander Schneider (2018) Dialogbasierte Online-Diskussionen, Deutsche Verwaltungspraxis

Alexander Schneider, Christian Meter, Martin Mauve (2018) EDEN: Extensible Discussion Entity Network, 7th International Conference on Computational Models of Argument (COMMA), Sanjay Modgil, Katarzyna Budzynska, John Lawrence (Hrsg.), S. 257-268, Warsaw: IOS Press, doi:10.3233/978-1-61499-906-5-257

Christian Meter, Alexander Schneider, Philipp Hagemeister, Martin Mauve (2017) Tor is not enough: Coercion in Remote Electronic Voting Systems, arXiv.org, Cornell University Library Cryptograp

Alexander Schneider, Christian Meter, Philipp Hagemeister (2017) Survey on Remote Electronic Voting, arXiv.org, Cornell University Library Computers

Alexander Schneider, Christian Meter (2017) Reusable Statements in Dialog-Based Argumentation Systems, CEUR Workshop Proceedings AI*IA Series, S. 0

Alumni

Mario Datts
Politikwissenschaft
HHU (bis 08/2018)

 

Die kommunale Parteibasis im Social Web

Die Politik- und Kommunikationswissenschaft widmet sich seit einigen Jahren intensiv der Erforschung der sozialen Medien und ihren Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft. Die politischen Parteien stellen dabei einen viel beachteten Untersuchungsgegenstand dar. Analyse über die Nutzung sozialer Medien durch die kommunalen Gliederungen der Parteien existieren allerdings so gut wie nicht und das obwohl ihnen in der Parteienforschung eine zentrale Bedeutung für die Gesamtorganisation zugeschrieben wird. Die Leitfrage der Dissertation von Mario Datts lautete daher wie folgt: In welchem Umfang nutzen die kommunalen Parteigliederungen in Deutschland die sozialen Medien und welche Faktoren beeinflussen das Nutzungsverhalten? Die Daten für das Nutzungsverhalten der Parteien wurden mittels einer bislang in den Sozialwissenschaften kaum genutzten, innovativen Datenerhebungsmethode generiert: der automatisierten Erhebung von Interaktionsdaten im Social Web.

Poster des Dissertationsprojektes


Mario Datts war bis 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Graduiertenkolleg Linkage in Democracy. Politische Repräsentation in heterogenen Gesellschaften (LinkDe) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er studierte Politikwissenschaft an der Leibniz Universität Hannover (B.A.) und an der Freien Universität Berlin (M.A.). Neben seinem Studium engagierte er sich u.a. für den Deutschen Gewerkschaftsbund und arbeitet am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) sowie am Otto-Stammer-Zentrum für empirische Sozialforschung. In seiner Masterarbeit untersuchte er die innerparteiliche Mitbestimmung in der Piratenpartei. Den Fokus seiner Analyse legte er auf die Faktoren, die die Nutzung eines onlinebasierten Mitbestimmungsinstrumentes (LiquidFeedback) innerhalb der Piratenpartei beeinflussen. Neben der Online-Kommunikation und –Partizipation interessiert sich Mario Datts für automatisierte Datenerhebungs- und Auswertungsmethoden (insb. im Social Web), die politische Soziologie (Parteiensoziologie) sowie für die politische Theorie. Im Forschungskolleg galt sein Interesse vor allem den Faktoren, die die Nutzung der sozialen Medien durch Parteien beeinflussen. Mario Datts promovierte im Bereich Politikwissenschaft bei Prof. Dr. Stefan Marschall und Prof. Dr. Gerhard Vowe.


Veröffentlichungen & Vorträge (Auswahl):

Mario Datts, Martin Schultze (2017) Die facebook-Aktivitäten von Parteien auf kommunaler Ebene. Empirische Analysen auf Basis automatisiert erhobener Daten, Mitteilungen des Instituts für deutsches und internationales Parteienrecht und Parteienforschung(23), S. 23-36

Mario Datts, Carsten Koschmieder (2015) Mehr Ungleichheit durch mehr Partizipationsmöglichkeiten, Jahrbuch des Göttinger Instituts für Demokratieforschung 2015, Alexander Hensel (Hrsg.), S. 125-128, Stuttgart: ibidem-Verlag, url

Mario Datts (2014) Innerparteiliche Mitbestimmung in der Piratenpartei. Eine empirische Analyse der Partizipation am Liquid-Feedback im Landesverband Berlin, Arbeitshefte aus dem Otto-Stammer-Zentrum(23)

Katharina Gerl
Politikwissenschaft
HHU (bis 06/2016)

 

Der Einfluss von Online-Medien auf Parteien als Organisationen

Frau Gerl hat ihre Promotion erfolgreich verteidigt und ist mittlerweile im
Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie beschäftigt. Ausgehend von einer neoinstitutionalistischen Perspektive verfolgte das Dissertationsprojekt die Frage nach den organisationalen Folgen der „digitalen Revolution“ für die etablierten deutschen Parteien (Untersuchungszeitraum: 1990 bis 2013). Es wurde angenommen, dass die mit den neuen sozialen Medien verbundenen Vorstellungen von Partizipation und Kommunikation bei den Parteien zu Anpassungsprozessen im Bereich der Willensbildung und Entscheidungsfindung führen. Anhand von Inhaltsanalysen wurden zunächst die Wahrnehmung und Reaktionen der Parteien auf den medialen Wandels erfasst und erhoben, welche Online-Angebote die Parteien für Mitglieder/Nichtmitglieder bereitstellen. Im Rahmen von Fallstudien wurde dann der Frage nachgegangen, wie diese Verfahren an die formalen Parteistrukturen und –prozeduren angeschlossen werden.


Katharina Gerl ist seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Politikwissenschaft II an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Nach dem Bachelor in Politikwissenschaft an der Universität Bremen absolvierte Sie den Master Politische Kommunikation an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Internet und Politik sowie im Bereich der Politischen (Online-)Kommunikation und Partizipation. Ihr Betreuer ist Prof. Stefan Marschall


Veröffentlichungen & Vorträge (Auswahl):

Katharina Gerl, Stefan Marschall, Nadja Wilker (2018) Does the Internet Encourage Political Participation? Use of an Online Platform by Members of a German Political Party, Policy & Internet 10(1), S. 87-118, url, doi:10.1002/poi3.149

Frank Bätge, Katharina Gerl (2017) Online-Partizipation in Kommunen – Verbreitung und rechtliche Rahmenbedingungen, 18. ÖV-Symposium

Bastian Rottinghaus, Tobias Escher, Katharina Gerl (2017) Measuring online political participation and its consequences for local governments and their citizens, ECPR General Conference

Katharina Gerl, Nadja Wilker (2016) Evaluation von politischer Online-Partizipation - Demokratische Innovation vs. symbolische Politik, Pre-Conference Workshop der Themengruppe „Internet und Politik – Elektronische Governance

Katharina Gerl, Stefan Marschall, Nadja Wilker (2016) Evaluation von politischer Online-Partizipation – Demokratische Innovation vs. symbolische Politik, Zeitschrift für Politikberatung 8(2-3), S. 59-68, url, doi:10.5771/1865-4789-2016-2-3-59

Katharina Gerl, Stefan Marschall, Nadja Wilker (2016) Innerparteiliche Demokratie 2.0?, Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft 10(S2), S. 115-149, url, doi:10.1007/s12286-016-0288-7

Nadja Wilker, Stefan Marschall, Katharina Gerl (2015) Enhancing Representation by Online Participation? A Case Study on the (Non-)Usage of a Collaborative Platform in a German Party, ECPR General Conference, Montreal

Katharina Gerl, Nadja Wilker (2015) Digitale Demokratie ohne Demos? Eine Analyse von (Nicht-)Beteiligung an einer innerparteilichen Online- Kommunikationsplattform, Gemeinsamen Jahrestagung „Politische Online-Kommunikation“ der Fachgruppe „Kommunikation und Politik“ der DGPuK, des Arbeitskreises „Politik und Kommunikation“ der DVPW und der Fachgruppe „Politische Kommunikation“ der SGKM

Katharina Gerl, Stefan Marschall, Nadja Wilker (2014) Neue Medien – neue Machtverhältnisse? Eine Fallstudie zum Einsatz von Online-Beteiligungsplattformen Durch Parteien, Politische Interessenvermittlung und Medien, Franziska Oehmer (Hrsg.), S. 115-141, Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft

Katharina Hanel, Nadja Wilker, Katharina Gerl (2013) Die "Sonstigen" - Kleinstparteien in NRW, Parteien in Nordrhein-Westfalen, Stefan Marschall (Hrsg.), S. 363-376, Klartext, pdf